So nutzt du Social-Media-Trends, während du dein Unternehmen führst

Als Unternehmer kannst du mit Social-Media-Trends deinen Account und deinen Umsatz wachsen lassen. Die Plattformen pushen angesagte Sounds und Formate aktiv. So kann selbst ein kleiner Account Hunderte bis Millionen neuer Menschen erreichen, ohne für Werbung zu zahlen. (Ziemlich gut, oder?)
Der Haken ist das Timing. Trends kommen und gehen innerhalb weniger Tage oder Wochen. Die meisten Unternehmer posten ihre Version aber erst viel später. Klar, du hast schließlich ein Unternehmen zu führen. So produzierst du am Ende Content, der mit Dutzenden anderer Beiträge konkurriert. Viel zu spät.
Mit diesen 5 Fragen prüft unser Social-Media-Team, welche Trends deine Zeit wert sind und welche du lieber auslässt.
Prüfe einen Post anhand dieser 5 Fragen. Trifft er bei 4 ins Schwarze, lohnt es sich, diese Woche mitzumachen. Bei 2 hast du ein zeitloses Format vor dir, das du jederzeit nachmachen kannst.
1. Gibt es 1 Sache zum Nachmachen?
Trends haben EINE zentrale Sache zum Nachmachen: einen Sound, ein visuelles Format, einen bestimmten Aufbau der Bildunterschrift.
Nimm zum Beispiel „The Chair“. Dabei sitzt jemand zu einem bestimmten Song auf den Armen einer anderen Person. Vergleiche das mal mit „gemütlichem Herbst-Content“. Was machst du da nach? Kein Sound, keine Bewegung, kein Format. Nur eine Farbpalette und ein Gefühl.
Such also nach dieser einen Sache. Kannst du sie nicht benennen, gibt es nichts zum Nachmachen. Was du dann produzierst, sieht aus wie die vage Vorstellung, die alle von derselben Stimmung haben.
2. Machen die Leute es nach oder schauen sie nur zu?
Hier tappen die meisten Unternehmer in die Falle. Aufrufe wirken wie das richtige Signal, sind es aber nur bedingt. Ein Video mit 9 Millionen Aufrufen, das niemand nachmacht, ist ein virales Video. Großartig für die Person, die es gemacht hat. Nutzlos für dich. Ein Video mit 200.000 Aufrufen, zu dem 400 Leute ihre eigene Version drehen, ist ein Trend. Diese 400 Leute haben darin einen Platz für sich gesehen. Vielleicht hoffen sie, dass es bei ihnen genauso gut ankommt. Vielleicht war es auch einfach eine originelle, kreative Gelegenheit. Genau danach suchst du. Wenn eine Pflegekraft in Ohio und ein Türenverkäufer in Manchester mitmachen, passt es auch zu deiner Bäckerei.
Tippe auf die Sound-Seite oder den Hashtag und schau dir die Beiträge an. Drehen dort jede Menge Leute ihre eigenen Versionen, ist es ein Trend.
3. Ist es schon peinlich?
Trends schießen nach oben, erreichen ihren Höhepunkt und sind schnell überall zu sehen. Deshalb zählt das Timing mehr als die Umsetzung. Sounds sind am schnellsten vorbei. Ab dem Moment, in dem ein Sound an Fahrt gewinnt, hast du ungefähr 7 bis 10 Tage. Danach pusht die Plattform ihn nicht mehr. Dein Video bekommt dann nur einen Bruchteil der Reichweite, die es letzte Woche gehabt hätte. Visuelle Formate halten länger, meist 3 bis 4 Wochen.
Den Kipppunkt erkennst du auch ohne Daten. Wenn Marken-Accounts in Scharen mitmachen und dir beim Scrollen dasselbe Format von 20 verschiedenen Leuten begegnet, ist der Trend durch. Das heißt nicht, dass du es nicht posten darfst. Du solltest nur wissen, ob du früh dran bist, den richtigen Moment erwischst oder gerade einen Nostalgie-Beitrag drehst.
4. Pusht der Algorithmus es gerade?
Wenn ein Sound angesagt ist, spielt die Plattform ihn massiv aus. Dein Video bekommt einen Teil dieser Reichweite ab. Sobald der Schub aufhört, passiert mit demselben Video nichts mehr. Das ist der Deal bei Trends: Du mietest dir Reichweite.
Zeitloser Content funktioniert andersherum. Über Suchanfragen und passende Interessen sammelt er langsam Aufrufe und bekommt sie dann noch monatelang. Keines ist besser als das andere. Sie liefern einfach zu unterschiedlichen Zeiten Ergebnisse. Du brauchst beides.
5. Passt es genau zu diesem Moment?
Die meisten Trends hängen an etwas Aktuellem: einem Film, den alle gesehen haben, einem Song, der ersten kalten oder warmen Woche, dem neuesten Streit im Netz. Das nimmt dir viel Arbeit ab. Dein Publikum versteht den Bezug schon, du musst nichts mehr erklären. Genau deshalb laufen Trends aber auch ab und flauen wieder ab. Sobald der Anlass nicht mehr aktuell ist, kommt dein Post zu spät.
Prüfe also, woran der Trend hängt. Frag dich dann, wie lange das noch aktuell bleibt. Ein Sound aus einer Serie, bei der alle mitten in der Staffel stecken, hat noch Wochen. Ein Sound aus einem Meme zu einer bestimmten Preisverleihung hat etwa vier Tage.
Zeit, bei ein paar Social-Media-Trends mitzumachen
Wenn du das ein paarmal gemacht hast, geht es schnell. Du erkennst den Unterschied zwischen einem Format mit Vorlage und einer Stimmung mit Farbpalette. Und du verschwendest keine Nachmittage mehr mit Trends, die schon vorbei waren, bevor du sie überhaupt entdeckt hast.
Noch leichter geht es mit Creative Radar. Das Tool verfolgt automatisch angesagte Posts in deiner Branche. So musst du nicht selbst um 23 Uhr scrollen und hoffen, einen Trend früh zu erwischen. Es übernimmt auch jedes Format, das dir gefällt, mit einem Klick und setzt deine Marke direkt ein. Anschließend plant Social Planner die Veröffentlichung direkt auf deinen Social-Media-Accounts. So kannst du dich wieder um dein Unternehmen kümmern.
Schau dir die 11 Trends an, die gerade durch die Decke gehen und wende den Test auf sie an.
